Der Förderverein reaktiviert sich mal wieder selbst.

Liebe Freunde,

ich wähle bewusst nicht die Anrede "Vereinsmitglieder", weil ich mich heute entschlossen habe, den Spieß umzudrehen.

War ich bisher immer sehr in der Rolle des zuweilen auch mal gut beratenen Einzelkämpfers (was die anerkennenswerte Mitarbeit anderer an den dennoch zustande gekommenen Projekten nicht schmälern soll) so hat sich dieser Eindruck zuletzt eher verstärkt. Ich war aus inzwischen mehr oder weniger bekannten Gründen gezwungen, mein persönliches Engagement in allen meinen Vereinen zurückzuschrauben. Wenn es dann wieder einen aktuellen Bezug gibt, wo dem einen oder anderen der Förderverein wieder einfällt (das kann ich durchaus auch selber sein, wenn z.B. das Finanzamt mal wieder einen Tätigkeitsbericht oder Protokolle über Versammlungen anfordert) beginne ich immer darüber nachzudenken, wer denn wohl noch Interesse an diesem Verein haben könnte, selbst, wenn er sich z.T. Jahre hindurch nicht gemeldet hat. Bisher habe ich dann Rundschreiben verschickt und mich über wenig Reaktion etwas geärgert.

Jetzt schreibe ich auf diese "öffentliche" Weise alle an, die am Kolleg in seiner derzeitigen Form und am bisherigen Standort irgendein Interesse haben, unabhängig von einer Mitgliedschaft im Förderverein. Unter dem Dach dieses "Interessenverbandes" könnte man möglicherweise mehr tun, als dies auf irgendeinem Dienstweg möglich scheint.

Wer die Lokalpresse verfolgt hat, weiss sicher schon, dass man neuerdings eine Expertenkommission arbeiten lassen musste, um eine erneut geplante Kollegschließung zu begründen. Es soll keiner sagen, es fehle den Gegnern an Kreativität. Nach altem Muster scheint man entweder den Dorn im Auge damit erneut beseitigen zu wollen und nach aktuell passenden und in der Öffentlichkeit vertretbaren Argumenten zu suchen oder man hat mit den Verfassern des mehr als 200 Seiten umfassenden Dokumentes, dass eigentlich Vorschläge zur Kommunalisierung verschiedener staatlicher Institutionen machen sollte, endlich jemanden gefunden, der gewissermassen nebenbei Begründungen liefert, die diesmal u.U. schlechter zu entkräften sein könnten, wie in den vorangegangenen "Runden".

Noch ist das ganze, wie gesagt, "nur" ein Vorschlag einer Expertenkommission, die sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen muss, mit ungenauen und sogar falschen Zahlen und zumindest zweifelhaften Argumenten zu arbeiten. Genau hier glauben wir ansetzen zu müssen, um den inzwischen mit der Umsetzung der Expertenvorschläge beauftragten Politikern und auch allen Politikern, die letztlich im Landtag oder in Bildungsausschüssen darüber beraten und abstimmen werden, bei Ihrer Entscheidung mit exakten Zahlen und genauer Analyse der vorgebrachten Argumente zu helfen.

Im Moment denke ich über eine geeignete technische Lösung nach, wie wir verfahren könnten, um ohne viele Fahrten quer durch Thüringen, möglichst viel Unterstützer zu einem Austausch mit uns bewegen könnten. Zuerst bitte ich alle interessenten, mir eine Mail zu schreiben, damit ich aktuelle Adressen habe. Zusätzlich werde ich diesen Artikel in unserem Blog veröffentlichen. Damit hat jeder die Möglichkeit, Kommentare abzugeben, ohne sich irgendwo anmelden zu müssen. Ich bitte allerdings um Klarnamen, sonst wird jeder Kommentar gnadenlos gelöscht.

Ich freue mich auf Eure Zuschriften, Mails, Kommentare oder die von Euch spontan erzeugten Leserbriefe an die Lokalpresse oder an große Tageszeitungen, große oder kleine Radio- und Fernsehstationen oder wo sonst ihr noch Ideen habt.

Detlef Wagner

Vereinsvorsitzender

mail[at]detlefwagner.de